Günter Derleth

„…immer viel Licht!“ Künstlermonographie

Mit Beginn der Digitalphotographie entschied sich der Photograph Günter Derleth, zu den Ursprüngen der Photographie zurückzukehren. Seit 1993 baut er Camerae Obscurae aus verschiedensten Gegenständen und belichtet sie ausschließlich mit alten, abgelaufenen Fotomaterialien.

 

Anlässlich einer großen Retrospektive zu Günter Derleths 80. Geburtstag 2021 gestaltete das Grafikbüro Weinberg die Monographie „…immer viel Licht! Günter Derleth“ in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler.


2021

edition promenade

Herausgeber: Christian Fritsche

Fotografie: Günter Derleth

Herstellung buch.one, Offsetdruckerei Karl Grammlich GmbH

Hardcover
gelbe Fadenheftung

24 x 28 cm

288 Seiten
gelber Farbschnitt


Das Unperfekte

 

„Auf der Suche nach dem unperfekten Bild“, sein Leitsatz, wurde die Basis für unsere Arbeit. Günter Derleth brachte uns eine originale Fotopapierschachtel aus den 1960ern mit und wünschte sich diese als Buchhülle für die Monographie. Konsequent ziehen wir ihre Erscheinung durch das Äußere und Innere des Buches: Die Buchrückenseite ist der schwarze Boden der Fotoschachtel, ihr dominierendes Gelb auf der Buchvorderseite setzt sich in Farbschnitt, Vor- und Nachsatz, Kapitalband und Fadenfarbe der Bindung fort. Die farbig hinterlegten Seiten im Buchinneren folgen den Originalfarben der Fotopapierschachtel Rot, Grün und Anthrazit. Darüber hinaus finden sich Klebestreifenreste und Gebrauchsspuren auf Papierrändern wieder. Das griffige raue Papier Munken Polar Rough 150 g ist hier der perfekte Träger für die „unperfekten“ Bilder. Auf eine Veredelung des Covers haben wir bewusst verzichtet – es soll sichtbar altern.
Das Buch gliedert sich in 24 Kapitel der verschiedenen Werkphasen. Zu jeder individuell gelayouteten Fotoserie schreiben Freunde und Wegbegleiterinnen über die Arbeit und Persönlichkeit des Künstlers. Die gesamte Typographie ist in Gopher Mono gesetzt, einer charaktervoll „unperfekten“ Schrift.

Die lebendige Gestaltung des Buches würdigt die vielfältige Arbeit des Künstlers. Möglich wurde die Herstellung und Produktion der Monographie durch ein von Günter Derleth mit 100 handgeschriebenen Briefen initiiertes „Krautfanding“.


Bilder anklicken zum Vergrößern.

 

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